Es läßt sich vieles denken, die Erde als Scheibe oder das Ganze als ein in den endlosen Raum geworfenes Hologramm, wenn das eine wie das andere nicht einen Haken hätte:
Karel und ich müssen darin leben.

Im schönsten Fall

Im schönsten Fall

Berlin (2011): Suhrkamp

Inhalt

Heimlich arbeitet diese Frau wie jeder Mensch am Glück. »Das Weltgebäude will errichtet werden! Man muß ja irgendwo wohnen.« Die Welt indes zeigt sich als die, die sie ist: als erschütterte, von Datenmengen überwucherte. Geräte, Weltgipfel, Stilettos und ein sagenhafter ungenutzter Raum im Hirn. Tagsüber gehen Erschütterungen durchs Haus. Karel arbeitet an der Überwindung der Materie durch Information. Unter den Absätzen der Nachbarin und der lose herumfliegenden Zukunft steigt der Druck. »Jemand muß das zusammenhalten!«

»Dieses Büchlein darf eine Preziose genannt werden, ein geschliffener Edelstein, der die Welt poetisch spiegelt.«
Meinhard Michael, die horen


»Ihre Prosa ist exquisit und filigran gebaut, kein Wort ist hier zu viel, kein Gedanke ufert aus. Krauß balanciert in ihrem Schreiben permanent am Abgrund.«
Sarah Elsing, FAZ


»Ihre Texte nehmen die Schieflage, in der sich die globale Welt befindet, in der Form auf: Sie erzählt immer wieder von Balanceakten. Eine so dichte, eine so filigrane Prosa schreibt gegenwärtig nur Angela Krauß.«

Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur